Globale Erwärmung

Als globale Erwärmung bezeichnet man den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere.
Es ist mittlerweile unter den Wissenschaftlern unumstritten, dass die Hauptursache in der vom Menschen verursachten CO2-Emission liegt. Die derzeitige CO2-Konzentration von über 380 ppm (part per million) ist der höchste Wert seit mindestens 650000 Jahren, was Eisbohrkerne belegen. Die Konzentration des in seiner Treibhauswirkung um das 20-30 fache stärkere Methan hat sich durch die industrielle Rinderhaltung und den Reisanbau ebenfalls erhöht.

Das Ausmaß der Folgen der globalen Erwärmung ist noch garnicht abzusehen. Mit Sicherheit kommt es aber zu:

  • steigendem Meeresspiegel, der seine Ursache zum einen in der thermischen Ausdehnung des Wassers auf Grund dessen Temperaturerhöhung und zum anderen im zunehmenden Abschmelzen der Eismassen von Grönland, Arktis und Antarktis hat.
  • Verschiebung von Vegetationszonen und Lebensräumen
  • verändertes Auftreten von Niederschlägen. Es wird z.T. seltener dafür aber um so heftiger regnen. 100 l Niederschlag auf den m² in wenigen Stunden werden dann zur Regel. Damit wechseln sich Dürreperioden mit Überschwemmungen ab.
  • Die Zahl und die Intensität von tropischen Wirbelstürmen und Tornados wird weltweit zunehmen.
  • Tropischen Krankheiten und Parasiten werden sich auch auf Teile Europas ausbreiten.
  • Der bewohnbare Teil der Landmassen der Erde wird sich durch Meeresspiegelanstieg und Versteppung verkleinern und zu Millionen von Umweltflüchtlingen führen.

Es werden aber noch andere durch die globale Erwärmung hervorgerufene Folgen befürchtet:

  • Es wird eine Nordwärtswanderung der Dauerfrostgrenze (Teile Nordkanadas, Alaskas, Grönlands und Ostsibiriens)  beobachtet. In diesen Böden enthaltene Biomasse kann durch ihren Abbau zusätzliches Kohlendioxid und Methan in die Atmoshäre abgeben. Die schlimmsten Szenarien erwarten dadurch eine Verdopplung der CO2-Konzentration auf 800 ppm.
  • Im Ozean sind gegenwärtig rund 38.000 Gigatonnen CO2 gespeichert. Das ist um 50 Mal mehr CO2 als in der Atmosphäre und um 20 Mal mehr als in den Landlebenwesen sowie in den Böden. Durch das gelöste CO2 sinkt jedoch der pH-Wert, was seinerseits schon viele Korallenriffe zerstört hat, die ihrerseits wichtig sind für Brandungsschutz, Lebensraum vieler Organismen und als Klimastabilisatoren, da sie CO2 in Form von Kalk binden und so dem Wasser entziehen.

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