Solarthermie

Eine kostengünstigere Variante die Energie der Sonne zu nutzen ist die Solarthermie. Solarkollektoren habe einen Wirkungsgrad von mehr als 60%, wohingegen Solarstrommodule nur ca. 16% der eingestrahlten Sonnenenergie nutzen. Da wir es leid waren, das Warmwasser über einen im Betrieb teuren Elektroboiler zu erzeugen, entschlossen wir uns 2002 zur Anschaffung einer Solarthermieanlage. Ich hatte einige Jahre zuvor schon diesbezüglich mittels schwarz angestrichener Plattenheizkörper experimentiert und wollte damit in der Übergangszeit das Bad heizen. Die Effektivität dieser „Kollektoren“ war aber bei weitem nicht ausreichend. Mit der nun angeschafften „Profi-Anlage“ ist aber nun beides möglich. In der Zeit vom Frühjahr bis Herbst haben wir zu 100% ausreichend warmes Wasser und die überschüssige Wärme können wir an kühlen Tagen zum Heizen des Bades nutzen. Zu diesem Zweck wurde der Nachheizwärmetauscher über Umwälzpumpe, die wir per Funksteckdose starten, mit dem Heizkörper im Bad verbunden. Die 60-75 °C im 300 l Solarspeicher reichen dazu völlig aus. Das linke Bild zeigt den Speicherraum im Nebengebäude. Zu erkennen ist der Solarspeicher, die Pumpenbaugruppe und die Druckausgleichsbehälter für Solar- und Heizungskreislauf und Warmwasserleitung, sowie die Steuereinheit. Ab einer Temperaturdifferenz von +15 grd zwischen dem Temperatursensor am Kollektor und dem unteren Sensor im Solarspeicher beginnt sich die Umwälzpumpe des Solarkreislaufes einzuschalten und pumpt so das von der Sonne erwärmte Wasser in den Solarspeicher. Ich hätte nie gedacht, wie effektiv die Absorberschicht ist. Als an einem sonnigen Tag der Strom kurzzeitig weg war, staunte ich nicht schlecht über die Temperaturanzeige nach Zuschaltung des Stromes. Der Kollektorsensor meldete 145 °C. Der Solarkreislauf hätte gekocht, wäre die Trägerflüssigkeit nicht ein Wasser-Propylenglykol-Gemisch. Mit dieser Anlage haben wir seit 2002 rund 20400 kWh Strom zum Erwärmen des Wassers gespart. Das entspricht rund 10400 kg CO2.
Seit November 2014 arbeitet die Thermosolaranlage über ihren Nachheizwärmetauscher mit der Wärmepumpenheizung zusammen, d.h. ich entnehme der Thermosoalranlage nicht nur warmes Brauchwasser, sondern erwärme bei ausreichend Sonneneinstrahlung auch noch das Heizwasser, so dass die Wärmepumpe nicht so oft anspringen muss. Dadurch hat sich der Wirkungsgrad der Thermosolaranlage von 26 % auf rund 29 % erhöht. Das liegt daran, dass der Thermosolaranlage mehr Wärme entnommen wird und von der Sonne eher nachgeheizt werden muss.

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