Umweltschutzorganisationen sprechen sich gegen Kauf des Biokraftstoffes E10 aus

Umweltschutzorganisationen zeigen sich einig: Der Biokraftstoff E10 schadet unserem Klima. Laut einer Studie des „Institute for European Environmental Policy“ (IEEP) verursachen Kraftstoffe aus Pflanzen in der EU zwischen 80,5 und 167 % mehr Treibhausgasemissionen als konventionelle Treibstoffe.

In Asien und Südamerika fallen Regenwälder, weil dort zunehmend Futter- und Nahrungsmittelpflanzen angebaut werden, die in Europa den Energiepflanzen zur Kraftstoffgewinnung weichen mussten. Hinzu kommen soziale Spannungen in Entwicklungs- und Schwellenländern, aufgrund extremer Preissteigerungen und Engpässe bei Lebensmitteln. Studien, wie beispielsweise die der Weltbank 2008, haben mehrfach belegt, dass dafür unter anderem der Anstieg der Biokraftstoffproduktion verantwortlich gemacht werden muss.

Tatsächlich sei die klimafreundlichste Variante per Bahn, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein. Und wer nicht ohne Auto auskommt, sollte den damit verbundenen CO2-Ausstoß kompensieren. Bereits für 4 Cent pro Liter Kraftstoff könnten die anfallenden Emissionen durch ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt in einem Entwicklungs- oder Schwellenland nachhaltig ausgeglichen werden.
(Quelle: Artikel vom Springer VDI Verlag vom 17.02.2011 )

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