Agrarstaubwolke aus der Ukraine in Deutschland nachgewiesen

Brach liegende Ackerflächen und Versteppungsprozesse können die Luftqualität weltweit stärker beeinflussen als bisher angenommen. Das schlussfolgern Forscher aus der Untersuchung einer Staubwolke, die sich über ausgetrockneten Ackerflächen im Süden dr Ukraine gebildet und zu extremer Feinstaubkonzentration in Mitteleuropa geführt hatte. Die Staubwolke verbreitete sich am 24.03.2007 über die Slowakei, Polen und die Tschechische Republik bis nach Deutschland. Dabei kam es kurzzeitig zu Spitzenkonzentrationen von PM10-Feinsaub zwischen 200 und 1400 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der EU-Grenzwert für das Tagesmittel liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Bisher galt die Sahara als Hauptquelle für Staub, der über Ferntransport nach Mitteleuropa gelangt. Solche Erscheinungen können mit Ausbreitung der Wüste und der Versteppung von Landstrichen durch zunehmende Trockenheit häufiger auftreten.
(Quelle: Newsletter Umwelt Magazin des Springer VDI-Verlages vom 08.05.2008 http://www.technikwissen.de/umwelt/news.php?data[article_id]=42050 )

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